In mehreren Ländern etwa in Holland, Norwegen oder den USA, sind der Regelsport und der Para-Sport unter dem Dach einer Organisation vereint. Auch in der Schweiz wurden in der Vergangenheit bereits entsprechende Abklärungen getroffen. Bis jetzt ist es jedoch dabeigeblieben, dass Swiss Olympic und Swiss Paralympic zwar eng zusammenarbeiten (Swiss Olympic finanziert etwa einen Teil der Teilnahme der Delegation von Swiss Paralympic an Paralympischen Spielen), organisatorisch aber getrennt sind.
Nun haben der Stiftungsrat von Swiss Paralympic und der Exekutivrat von Swiss Olympic beschlossen, die gemeinsame Vision eines Zusammenschlusses von Swiss Olympic und Swiss Paralympic vertieft und systematisch zu prüfen. Im Rahmen eines Prüfungsauftrags sollen die Fragen geklärt werden, die sich in diesem Zusammenhang stellen und ob eine Zusammenführung beiden Organisationen sowie dem olympischen und paralympischen Sport einen Mehrwert bringen würde.
Christof Baer, der Präsident von Swiss Paralympic sagt: «Der Zusammenschluss wäre ein starkes Signal für gelebte Inklusion und Gleichstellung. Es gibt aber noch viele Fragen zu beantworten, und alle Beteiligten gehen ergebnisoffen in den Prozess.» Und Swiss-Olympic-Präsidentin Ruth Metzler-Arnold ergänzt: «Im Prüfungsauftrag sollen die Vor- und Nachteile einer Zusammenführung abgewogen und ein entsprechender Zeitplan aufgezeigt werden.»
In einem ersten Schritt definieren Swiss Olympic und Swiss Paralympic die Organisation und den Ablauf der Prüfung. Im weiteren Verlauf werden alle relevanten Interessensgruppen wie etwas das Bundesamt für Sport BASPO, Verbände, Sponsoren und Partner in die Prüfung miteinbezogen.